Perspektivendiskussion 2019

Aktuelle Neuigkeiten und Diskussionen zum Köln Bonn Airport

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alex330
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von alex330 » Mittwoch, 21. Februar 2018, 18:25:10

Das Argument gilt aber nicht für den CGN.
Es wurde schon kommuniziert, dass manche der öffentlich gehandelten Wunschkandidaten finanzielle Abstriche in Kauf nehmen müssten, weil der CGN als öffentliches Unternehmen eben keine Summen wie in der Wirtschaft zahlen kann. Das gilt erst recht für Ablösesummen...

Der CGN hat halt das Dilemma, dass er in einem Wirtschaftsraum agieren und wie ein Wirtschaftsunternehmen handeln muss, aber aufgrund der öffentlichen Struktur nicht wie ein solches geführt und finanziert werden kann. Sonst hätte sicher nicht mal dieser Aufsichtsrat es zugelassen, dass EW aus dem CGN herausgekauft wird, sondern "schön zugebuttert".

Wir allen würden lieber heute als morgen einen neuen CEO sehen, denn es ist schon traurig, wie handlungsunfähig der Airport scheint. Aber wie HLX4U richtig anmerkte, hat der Aufsichtsrat verlauten lassen, dass man bis Ende März einen Kandidaten haben möchte - und das schon sportlich sei. Vorher gibt's eher nix.

RudiFHW
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von RudiFHW » Mittwoch, 21. Februar 2018, 18:43:03

Vielen Dank ale330 für dieses statement.
Wenn dieses Dilemma allen Beteiligten klar wäre, verstehe ich die Hysterie bezüglich eines Ausstiegs von öffentlichen Anteilseignern wie z.B. der Bundesrepublik nicht. Oder haben die anderen Anteilseigner etwa ganz andere Gründe für ihre Beteiligung, wie z.B. sichere Einkommen für verdiente Parteikollegen oder Abschiebeplätze für ungeliebte Mitstreiter im politischen Raum? Wenn dem so ist, dann erübrigt sich jede weitere Diskussion zu diesem Thema.

stekar87
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von stekar87 » Mittwoch, 21. Februar 2018, 19:10:43

alex330 hat geschrieben:Sehr interessant.
Ich hoffe, dass der CGN beizeiten auch diesen Weg geht.
Wenn dann wieder jemand da ist, der auch entscheiden darf.
(aus dem EasyJet-Thread übernommen)

Packe meine Gedanken mal hier rein, weil es im EasyJet-Thread glaube ich zu sehr OT wäre und hier gerade ja schon eine schöne Diskussion läuft :smile1:

Ich denke, wir wünschen uns alle bald einen handlungsfähigen und starken neuen GF. Dabei sollte m.E. aber vor allem Wert auf Qualität und Qualifikation gelegt werden. Mal überspitzt und etwas sarkastisch gesprochen: Ich habe keine Lust, hier demnächst einen Hartmut Mehdorn sitzen zu haben, nur weil der gerade zufällig Zeit hat und auf die Schnelle niemand besseres zu finden war. Nein, das kann und darf nicht der Weg sein, der eingeschlagen wird. Sorgfalt und Weitsicht sollten hier das oberste Gebot sein!

Die Wichtigkeit dieser Personalie steht völlig außer Frage, aber ich warne ein bisschen davor, dem Flughafen die komplette Handlungsfähigkeit abzusprechen, "nur" weil zur Zeit niemand an der Spitze steht, der operativ mitmischen könnte. Titonis nehme ich da mal außen vor; Außendarstellung, Vertrieb und Strategie sind nun mal nicht sein Steckenpferd und eigentlich auch nicht seine Aufgabe.

Dennoch muss es möglich sein, in einem begrenzten Rahmen auch ohne "echten" GF gewisse Dinge umzusetzen. Ich arbeite selbst in einem großen Unternehmen und wenn jeder vertriebliche Schachzug, jede Kundenneugewinnung und jede finanzielle Ausgabe über den Schreibtisch des Geschäftsführers müssten, dann wäre dieser aber ganz schön beschäftigt... Daher sehe ich eine latente Gefahr, dass daraus (auch öffentlich) irgendwann ein Alibi kreiert wird, wieso dieses oder jenes nicht funktioniert hat. Es ist meine feste Überzeugung, dass die EW-Langstrecke auch mit Garvens abgewandert wäre und ich nehme positiv zur Kenntnis, dass easyJet auch ohne Garvens hier aufgeschlagen ist. Es geht, wenn auch aktuell zugegebenermaßen sicher keine strategischen Weichenstellungen für die nächsten 10 Jahre ermöglicht werden können.

Daher sollte der Flughafen und die noch übrig bleibenden Personen in den hohen Etagen nicht in Untätigkeit erstarren und ich bin guter Dinge, dass sie das auch nicht tun. Es muss weiter gehen und zumindest kurzfristig anstehende Aufgaben müssen auch so erfolgreich bewältigt werden können.
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Jonas33333
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von Jonas33333 » Donnerstag, 22. Februar 2018, 22:27:19

Durch eine Quelle habe ich erfahren auf welchen Destinationen Eurowings aktuell nicht nur die größte Auslastung sondern auch einen extrem hohen Yield erziehlt. Auf folgenden Destinationen ist wirklich aufholbedarf momentan für den Wfp als auch den Sfp:

Wie bereits schon oft erwähnt:

PMI

bereits jetzt sind viele Flüge für die nächsten Tage über-/ausgebucht.

FCO

Trotz FR-„Konkurrenz“ ist der eingesetzte A320 selten unter 170 gebuchten Gästen

BCN

Hier ist definitiv noch Luft nach oben, besonders da die Zeiten des FR-Fluges recht unattraktiv sind.

ATH

außerhalb des Hochsommers nur wird diese Destination ausschließlich im SFP mit 1/7 angeboten.

Abseits der üblichen verdächtigen innerdeutschen Routen mit schlechter Auslastung (LEJ, DRS, HAM, MUC) läuft besonders MAN schlecht (7/7 FR macht sich bemerkbar)



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HLX4U
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von HLX4U » Donnerstag, 22. Februar 2018, 22:38:25

Auslastung ungleich Yield! :-)
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Jonas33333
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von Jonas33333 » Freitag, 23. Februar 2018, 06:58:35

Echt?


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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von HLX4U » Freitag, 23. Februar 2018, 07:49:54

Jonas33333 hat geschrieben:Echt?


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Du hast ne PM!
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stekar87
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von stekar87 » Samstag, 24. März 2018, 23:13:07

Es ist nun wieder eine Zeit vergangen - was sagt Ihr zum aktuellen Status Quo und der derzeitigen Entwicklung?

Als großes Damoklesschwert schwebt immer noch der Verlust der Langstrecken über uns.
Besonders schmerzhaft, handelt es sich doch um ein wichtiges "Prestigeobjekt" und umso schlimmer, dass die Strecken nun 60 km weiter in den Norden verlegt werden. Ich denke wir sind uns einig, CGN kann Langstrecken und der Abgang wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Dabei ärgere ich mich vor allem über die Art und Weise von EW. Tatsächlich waren die Langstreckenops in CGN am Ende (vermutlich) tatsächlich nicht rentabel, aber die allermeisten Gründe, die dazu geführt haben sind/waren hausgemacht: massive operative Probleme und daraus resultierende Verspätungen mit massiven Entschädigungsansprüchen im Millionenbereich, fehlende Zubringer, teilweise ungeschickte Zieleauswahl und mangelnde Zusammenarbeit mit Veranstaltern auf einigen Routen. Ich bin ganz sicher, ohne diese Umstände wäre das eine absolute Erfolgsgeschichte geworden!

Fernab aller Romantik muss man jedoch positiv konstatieren, dass es dem Flughafen wohl deutlich leichter als gedacht gelingen wird, den Abgang zu kompensieren. Wichtige Neuerwerbungen sind hier vor allem easyJet und Small Planet Airlines (eher perspektivisch und wohl noch wichtiger als Condor, weil die sich langfristig wohl vornehmlich auf andere Airports fokussieren werden). Auch bei Ryanair stehen die Zeichen auf Wachstum, und in einem begrenzten Rahmen auch bei EW Shorthaul, wenn sie auch vorrangig AB/HG kompensieren und daher nicht "organisch" im üblichen Sinne wachsen. Auch sehr gespannt bin ich auf die weitere Entwicklung bei Laudamotion.

Freudig stimmen kann einen auch die Nachricht, dass endlich ein neuer CEO gefunden wurde. Johan Vanneste startet mit vielen Vorschusslorbeeren, sorgt aber auf jeden Fall für eine deutliche Aufbruchstimmung. Dieses wird auch medial so vernommen, jedenfalls nach meinem Gefühl. Schluss mit der Klüngelei, Schluss mit der Abhängigkeit und wieder volle Kraft voraus in eine erfolgreiche Zukunft. Das würde ich mir persönlich wünschen und ich denke, wir haben jetzt auch wirklich die Chance dazu! Es kann nicht sein, dass FRA und DUS quasi ständig ein scheinbar unendliches Entwicklungspotenzial attestiert wird und CGN auf ewig die graue Maus bleibt. Wir haben die Möglichkeiten, unseren Teil vom Kuchen abzubekommen. Dafür braucht es eine kluge Wachstums- und Ausbaustrategie, denn auch infrastrukturell stößt der Flughafen auf absehbare Zeit an seine Grenzen.

Viel Arbeit für die neue Führungscrew - aber alle Möglichkeiten sind da!

Was denkt Ihr?
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HLX4U
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von HLX4U » Sonntag, 25. März 2018, 10:06:18

Dafür braucht es eine kluge Wachstums- und Ausbaustrategie, denn auch infrastrukturell stößt der Flughafen auf absehbare Zeit an seine Grenzen.
Nicht auf absehbare Zeit sondern er ist aktuell schon an seinen Grenzen, gerade was die Anzahl der Vorfeldpositionen Nachts angeht!

Und das ist ein zentraler Punkt den ich mir von dieser Strategiesitzung im September erwarte:
Es muß ein Masterplan her welcher 2019 auf den Weg gebracht werden muß!

Gerade bei der Fracht müssen zukünftige Vorfelder entwickelt und planfestgestellt werden. Dies kann für die Fracht nur jenseits der Querwindbahn sein und für die Passage das "Areal Nord" nördlich von Terminal 2.
Wir müssen ja immer bedenken das so ein Planfeststellungsverfahren locker 4 Jahre dauert, und dann ist noch nichts gebaut!

An der Stelle wird Jochen Ott als Aufsichtsratsmitglied und stellv. SPD-Landesvorsitzender übrigens auch Farbe bekennen müssen zum von ihm propagierten "Ausbau des Wirtschaftsstandortes Köln".
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RudiFHW
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von RudiFHW » Sonntag, 25. März 2018, 14:50:21

Demnach müsste der neue CEO sowohl ein excellenter Akquisiteur als auch ein begabter Bau- und Strukturplaner nebst Realisator, souveräner Leiter einer heterogenen Organisation und letztendlich auch noch gewiefter Jongleur zwischen den politischen und sonstigen Interessensgruppen wie z.B. Lärmschützer sein. Denn alle diese Aufgaben stehen am CGN zur Bewältigung in der nächsten Zeit an.
Ob da 1 Hauptverantwortlicher das alles stemmen kann?? Es bleiben berechtigte Zweifel, so daß mindestens eines der Ziele vernachlässigt wird und damit die Entwicklung des CGN insgesamt nicht so verläuft, wie es bei optimalem Verlauf sein würde.
Förderlich wäre m.E. durchaus ein öffentlicher Druck auf die Mandatsträger in den Entscheidungsgremien, indem die Wünsche der Nutzer deutlich geäußert werden.

stekar87
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von stekar87 » Sonntag, 25. März 2018, 15:08:18

Nunja, einen CEO hat wohl jedes größere Unternehmen in letzter Konsequenz, das heißt ja nicht, dass er alle Aufgaben alleine bewältigen muss. Ein Herr Titonis als technischer Geschäftsführer ist und bleibt ja an Bord!

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alex330
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von alex330 » Sonntag, 25. März 2018, 15:11:23

@ Rudi: Ich denke, das tun wir hier und auf Facebook ja auch schon. Du hast schon recht, es sind sehr viele Aufgaben, die auf den neuen CEO warten. Man kann nicht erwarten, dass er die alle innerhalb kürzester Zeit perfekt erledigen kann.
Mich stimmt aber hoffnungsvoll, dass der Aufsichtsrat unter Merz willens ist, gestalterisch mitzuwirken und bin ganz optimistisch, dass hier auf längere Sicht etwas Gutes entsteht.

Zunächst wird es aber für alle Beteiligten ein harter Kampf, da müssen wir uns nichts vormachen. Zu viele Aufgaben sind zu erledigen, und de CGN hat im aktuellen Umbruch nicht nur Asse gezogen.


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HLX4U
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von HLX4U » Sonntag, 25. März 2018, 15:23:21

RudiFHW hat geschrieben:Demnach müsste der neue CEO sowohl ein excellenter Akquisiteur .
Dafür haben wir auch weiterhin einen höchst erfahrenen Leiter der Marketing- und Vertriebsabteilung! 8-)
Daneben gibts Planungsabteilungen.
Ein guter CEO baut ein gutes Team auf und gibt Leitlinien vor.
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RudiFHW
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von RudiFHW » Sonntag, 25. März 2018, 17:50:19

Das heißt aber dennoch, daß er als Letztverantwortlicher alle Fäden in der Hand und den Apparat am Laufen halten und nach aussen hin den Kopf für alles hinhalten muss. Was das bedeutet, haben wir am Beispiel MG gesehen, denn da wurden ja auch alle "Versäumnisse" ausschließlich dem 1. Mann angelastet, obwohl es "höchst erfahrene Leiter der Marketing- u.Vertriebsabteilung sowie Planungsabteilungen" gab..

stekar87
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Re: RE: Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von stekar87 » Sonntag, 25. März 2018, 17:53:10

RudiFHW hat geschrieben:Das heißt aber dennoch, daß er als Letztverantwortlicher alle Fäden in der Hand und den Apparat am Laufen halten und nach aussen hin den Kopf für alles hinhalten muss. Was das bedeutet, haben wir am Beispiel MG gesehen, denn da wurden ja auch alle "Versäumnisse" ausschließlich dem 1. Mann angelastet, obwohl es "höchst erfahrene Leiter der Marketing- u.Vertriebsabteilung sowie Planungsabteilungen" gab..
Dafür hat er mit 15 Jahren aber dann erstaunlich lange durchgehalten ;-)

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TerminalTower
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von TerminalTower » Sonntag, 08. April 2018, 17:03:02

Nachdem WDL an Zeitfracht ging und diese WDL auf 10-12 Passagier-/Fracht-Flugzeuge ausgebaut werden wollen müsste der CGN doch reagieren.

http://cgncommunity.com/phpbb3/viewtopic.php?f=19&t=491

Kann der jetzige WDL-Bereich nicht als Zeitfracht- und Wet-Lease-Bereich umgebaut werden mit einer ordentlichen Verwaltung???
Die Fotoplatte kann gut ausgebaut werden.
Für die Fracht kann die Tagesfracht gut einbezogen werden.
Zumindest möchte sich Zeitfracht erweitern im Fracht- und Passagierbereich.

Auch eine Basis für Passagierflug ist möglich (aich ein Zeitfracht-Vorhaben).

Muss der Flughafen micht Anreize schaffen und Vorschläge bzw. mögliche Zukunftspläne unterbreiten???

Ist es überhaupf Möglich Stellflächen für 12 Flugzeuge dieser Größenordnung zeitnah zu schaffen oder gibt es andere Möglichkeiten???
Zuletzt geändert von TerminalTower am Sonntag, 08. April 2018, 17:57:00, insgesamt 1-mal geändert.

EDDK14L
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von EDDK14L » Sonntag, 08. April 2018, 17:09:41

Ein Ausbau des versiegelten Areals dürfte meiner Eninschätzung nach als Kapazitätserweiterung gewertet werden und ist somit ohne Planfeststellungsverfahren nicht gestattet.

Hast Du Quellen für die Zeitfracht Geschichte mit dem massiven Ausbau? Ich habe zeitlich gesehen nicht immer alle Kapazitäten um das alles 100%ig zu verfolgen, daher sorry der Nachfrage.

Die einzig realistische Chance dafür wäre m.E.n. die längst überfällige Schließung der 14R/32L um diese zum Abstellen zu nutzen.
Meine Bilder bei Planepictures.net
Meine Bilder bei Airliners.net

merzbrück
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von merzbrück » Sonntag, 08. April 2018, 17:17:31

Hallo Timo,
EDDK14L hat geschrieben: Hast Du Quellen für die Zeitfracht Geschichte mit dem massiven Ausbau? Ich habe zeitlich gesehen nicht immer alle Kapazitäten um das alles 100%ig zu verfolgen, daher sorry der Nachfrage.
im WDL Aviation Thema -> http://cgncommunity.com/phpbb3/viewtopi ... 3a4#p49165 ist dieser Airlinersartikel -> http://www.airliners.de/wdl-aviation-pa ... hter/43823 vom 28.02.2018 verlinkt

Grüße
Stefan

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von PHX Flyer » Sonntag, 08. April 2018, 19:00:51

EDDK14L hat geschrieben:Ein Ausbau des versiegelten Areals dürfte meiner Eninschätzung nach als Kapazitätserweiterung gewertet werden und ist somit ohne Planfeststellungsverfahren nicht gestattet.
Dieses Verfahren läuft ja gerade fuer den zentralen Cargo-Bereich, da lassen sich in Zukunft die WDL-Flieger auch noch unterbringen. Meistenteils werden die ja ind er Wort unterwegs sein. An Langzeitparkplätzen fuer ein Dutzend Flieger ist WDL ganz bestimmt nicht interessiert.


EDDK14L hat geschrieben: Die einzig realistische Chance dafür wäre m.E.n. die längst überfällige Schließung der 14R/32L um diese zum Abstellen zu nutzen.
Wenn man bedingt, dass in Deutschland von der Idee bis zur Bausausführung eines Grossprojektes wie einer neuen Bahn an einem Verkehrsflughafen dreissig Jahre (und mehr!) vergehen, wäre diese Entscheidung nichts anderes als hirnverbrannt.

Seit dem letzten Jahr ist die Bahn angesichts der Sanierungsarbeiten am gesamten Bahnsystem unabkömmlich. In nicht allzu langer Zeit wird man ganz im Gegenteil den Ordner mit den Plänen für eine Verlängerung auf 2.400 m aus dem Archiv holen ...
Wenn du das Fliegen einmal erlebt hast, wirst du für immer auf Erden wandeln, mit deinen Augen himmelwärts gerichtet. Denn dort bist du gewesen und dort wird es dich immer wieder hinziehen. - Leonardo da Vinci

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Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von alex330 » Sonntag, 08. April 2018, 20:02:06

Das hoffe ich allerdings auch. Kein anderes Land erlaubt sich die ersatzlose Schließung von Landebahnen.
Nein, ein Ausbau muss anders erfolgen.

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von RudiFHW » Montag, 09. April 2018, 12:26:08

Eine erste Bewährungsprobe für den neuen CEO, der ja Ambitionen für Frachtverkehr haben soll.

alex330
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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von alex330 » Dienstag, 01. Mai 2018, 21:09:54

Einen Tag vor dem Arbeitsbeginn des neuen Köln-Bonn-CEO Johan Vanneste möchte ich hier nochmal einige Gedanken zu den Perspektiven schreiben.

Vieles hat Stekar einige Beiträge weiter oben m.E. sehr treffend geschrieben.
Der Flughafen ist in vielen Bereichen durchaus ordentlich aufgestellt.

Im Expressfrachtbereicht ist der CGN eine "große Nummer". Bedingt durch Platzmangel, bisher sehr schleppende Ausbauplanung und die Lärmschutzdebatte sehe ich hier derzeit aber nur geringes Wachstumspotenzial. Hier wird der Fokus des neuen Chefs vor allem darauf liegen müssen, wie längerfristig eine Expansion möglich ist und die Interessen des Lärmschutzes trotzdem nicht zu kurz kommen. Das heißt, Herr Vanneste wird stark vermitteln müssen, wird eventuell Gegenleistungen bringen müssen, zu denen Michael Garvens nicht bereit war. Er wird mit den Frachtgesellschaften mehr als bisher verhandeln müssen, dass im Gegenzug für weiteren Ausbau leiseres Gerät eingesetz wird.

Ausbaupotenzial hat weiter das Tagesfrachtgeschäft. Hier hat Her Vanneste gute Kontakte. Vielleicht sind diese ja hilfreich.

Im Bereich Passage - Langstrecken hat der CGN gerade eine heftige Schlappe einstecken müssen, die vermutlich lange nachwirken wird - egal wie gut "der Neue" ist. Ich halte es für wichtig, dass in diesem Bereich zunächst einmal die Außendarstellung zurecht gerückt wird. Derzeit darf Eurowings nach dem Rückzug den Flughafen nicht nur ungestraft in ein schlechtes Licht rücken, sondern der Flughafen kriecht in seinen Pressemitteilungen auch noch vor EW (Herr Titonis - sorry, aber das ist mit Blick auf die langfristige Wirkung unverzeihlich!). Das darf nicht so bleiben, und ich hoffe, dass Herr Vanneste EW in irgendeiner Form dazu bekommt, diesen Eindruck etwas gerade zu rücken, z.B. durch Pressearbeit, in denen die Bedeutung des CGN für EW hervorgehoben wird.
Die Langstrecken werden in näherer Zukunft nicht der Bereich sein, in dem der CGN eine ernsthafte Rolle spielt. Ganz aus den Augen verlieren sollte man sie nicht. Vielleicht kann man auf den Zug der Sekundär-Langstrecken aufspringen. Vielleicht wäre JetBlue eine Option - die bekommen nach und nach 60 A321LR und planen Europastrecken.

Trotzdem liegt die Hauptaufgabe der Verkehrseintwicklung m.E. in der Kurz- und Mittelstrecke. Mit 12 Millionen Passagieren ist der Flughafen in diesem Bereich konkurrenzfähig aufgestellt, und mein Eindruck ist, dass der Flughafen tatsächlich zunehmend unabhängig von DUS wahrgenommen wird und nicht nur eine reine "haben keinen Slot in DUS bekommen"-Ausfalloption mehr ist. Nach dem Verlust sämtlicher (!) Alleinstellungsmerkmale im Bereich Amwerbung, die Herr Garvens als ehemaliger CEO immer gerne herausgestellt hat, muss nun der Fokus darauf liegen, in die Breite zu wachsen und sich möglichst unabhängig von den Launen einer bestimmten Airline zu machen. Auch wenn mich EW in jüngster Zeit mit einigen neuen Strecken doch noch einmal erstaunt hat, so dürfte hier nur wenig strategisches Wachstum möglich sein.
Die Entwicklung von Ryanair kann ich gar nicht abschätzen. In FRA stark vertreten (aber nun mit gebremstem Wachstum), in DUS vor allem über Laudamotion hineingerutscht, weiß ich nicht, was für CGN bleiben kann. Ganz klar ist hier die Notwendigkeit, CGN als eigenen Markt zu beweisen und zu entwickeln und von FR zu nehmen, was man ohne zu große finanzielle Zugeständnisse nehmen kann.
Mehr Potenzial dürften Easyjet, aber auch in der Summe auch die anderen Lowcoster haben. Wizzair ist schon ganz "nett" vertreten - hier geht aber noch deutlich mehr! Norwegian? - Werden vielleicht von der IAG übernommen und mit Vueling zusammengeführt, wodurch ein neuer, extrem ernst zu nehmender Carrier entsehen würde. Auf jeden Fall sollte man bei dieser Airline versuchen, den Fuß gut in der Tür zu haben. Aber auch die Classics müssen wieder mehr in de Fokus des Flughafens rücken. TAP traut sich weiterhin, zwei tägliche Lissabon-Flüge ab Köln zu fliegen - neben einem ähnlichen Angebot ab DUS. Finnair hat öffentlich Interesse am CGN bekundet. Vielleicht kann Vanneste als neues Gesicht in Köln auch wieder andere Classics an Bord holen, nachdem Garvens doch einer British Airways damals zunächst alle Türen zugeschlagen hat.

In Sachen Infrastruktur wird Herr Vanneste eine große Aufgabe zu meistern haben. In vielen Bereichen besteht kostspieliger Sanierungsbedarf, und doch muss er darauf achten, die "Kriegskasse" für Marketingaufgaben nicht zu sehr zu leeren.

Auf jeden Fall ausbaufähig ist auch die Zusammenarbeit mit den Reisebüros. Ein Grund für das Scheitern der EW-Langstrecke ab Köln liegt auch darin. Auch der Rückgang der Mallorca-Flüge (hier war man mal auf dem gleichen Niveau wie DUS) dürfte in diese Kategorie fallen. Große Kölner Reisebüros bieten fast nur Flüge ab Düsseldorf an. Das sollte sich ändern!

Last but not least sollte Herr Vanneste (mit einem hoffentlich nun arbeits- und öffentlichkeitsfähigen Aufsichtsrat im Rücken) die Politik und die Gesellschafter dazu bringen, sich verstärkt für den Flughafen als einem der wichtigsten lokalen Wirtschaftsfaktoren einzusetzen. Wann hat man mal Frau Reker als Bürgermeisterin von Köln etwas Postives über den Flughafen sagen hören? Oder gar die anderen Gesellschafter? Ein Einbinden der Gesellschafter dürfte durchaus Kräfte freisetzen, auch darin, aus der Einbahnstraße "Lärmschutzvorwürfe" wieder einen Dialog zu machen.

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von TerminalTower » Montag, 04. Juni 2018, 12:16:37

Mmn. Macht es erst wieder Sinn über Perspektiven zu sinnieren, wenn Vanneste einen Überblick über den CGN bekommen hat und seine Richtung äußert.
Bis dahin muss man sich gedulden.

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Re: Perspektivendiskussion 2018

Beitrag von RudiFHW » Montag, 04. Juni 2018, 12:24:05

Nach über 1 Monat Einarbeitungszeit könnte er sich ja mal der Öffentlichkeit als Neuer präsentieren und damit zumindest dokumentieren, daß es einen CEO gibt. Für die Verkündung von Langfristperspektiven wird er wohl noch etwas Zeit brauchen.


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