Perspektivendiskussion 2019

Aktuelle Neuigkeiten und Diskussionen zum Köln Bonn Airport

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EDDK14L
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von EDDK14L » Sonntag, 18. August 2019, 14:11:12

Ich finde, das sagt sich immer so einfach: "Die anderen Airlines wurden vernachlässigt".

Ich halte aber als Außenstehender von einer solchen Aussage wirklich überhaupt nichts! Wissen wir, was damals war? Wissen wir, ob und wie gehandelt wurde? Oder ob alles der Gesamtsituation geschuldet war (z.B. das die National-Carrier in FRA und DUS bereits zufriedenstellend operiert haben)?

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rockwellcomander
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von rockwellcomander » Montag, 19. August 2019, 15:53:52

Die einzige Wachstumsstrategie im Jahr 2002 bestand darin, mit dem damals noch ganz jungen Marktsegment "Low-Cost" in Köln etwas aufzubauen, mit dem der Flughafen gegenüber den wesentlichen Wettbewerbern wie DUS oder FRA ein Alleinstellungsmerkmal aufbauen konnte. Ohne dieses wäre die bekannte Erfolgsgeschichte niemals möglich geworden! Im Rückblick bleibt aber auch festzuhalten, dass Flughäfen wie z.B. DUS oder HAM, die erst relativ spät in den LC-Markt eingestiegen sind, eine ähnliche Marktentwicklung durchlaufen haben wie CGN, d.h. auch an diesen Flughäfen ist der Marktanteil der klassischen Liniencarrier zugunsten der LC-Airlines relativ gesehen massiv zurückgegangen! Für Köln kommt allerdings erschwerend die unmittelbare Nähe zu Düsseldorf bzw. die im Vergleich zu diesem Flughafen räumliche Randlage dazu, und dies noch gepaart mit einer schnellen bodengebundenen Schienenverbindung in Richtung DUS/FRA! Bedenke man: Die Fahrzeit mit dem ICE von Köln nach FRA nimmt nicht mehr Zeit in Anspruch als mit dem NEX von der Tokyo Main Station zum Narita Airport. Liniencarrier differenzieren die Catchment sowieso nicht in DUS und CGN, sondern betrachten NRW als Gesamtmarkt. Und wenn dann DUS schon bedient wird, müssen schon sehr, sehr gute Gründe angeführt werden, um den Nachweis zu erbringen, warum der CGN-Markt nicht über FRA/DUS bedient werden kann! Aus diesem Grund waren Airline Akquisen im Liniensegment in der Vergangenheit wie z.B. TP, BT, SK, AF, KL, OK oder CO nie nachhaltig und werden es aus meiner Sicht auch in Zukunft nicht sein! Hier wird m.E. nur eine geschickte Nischenpolitik zum Erfolg führen. Und mit Vernachlässigung hat das schon gar nichts zu tun!

alex330
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von alex330 » Montag, 19. August 2019, 16:48:09

Volle Zustimmung!

TerminalTower
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von TerminalTower » Montag, 19. August 2019, 19:01:36

Es war Mal hier im Forum die Rede, dass Slot-Vergaben Airlines besser halten sollen.
Glaubt ihr das auch, dass eine Slot-Vergaben für bis zu einem Jahr Vollpreisig und dann 2,3,5 Jahre sowie stationierte Flugzeuge und Basisannehmende Airlines jeweils prozentual angepasst werden sollten, ein kleiner Baustein sein könnte um Airlines länger, bzw. besser am CGN zu binden?
Wäre vielleicht das Anwerben einer kleinen europäischen Airline nicht sinnvoll, die (versuchsweise) für den CGN auch kleinere Airports wie Erfurt, Nürnberg, Kassel, Friedrichshafen, Memmingen, Bremen, Hannover, Rohstock u.s w. mit Maschinen bis 100 PAX bedient, damit auch die angeworben Nischen-Destinationen eine Chance haben.
Via Köln nach Deutschland und nicht nur dorthin wohin jeder hinfliegt oder umgekehrt...
Via Köln zu den besonderen Orten in den Urlaub oder zum Geschäftstermin.
Natürlich müssen Fernbusse besser in das Flugnetz des CGN angebunden werden.
Aus den Nachbarländern und aus dem Umkreis von 200 Km (Eifel, Westerwald, Aachener Land, Sieger-und Sauerland u.s.w.) wäre es für den Fernbus-Tourismus bestimmt nicht schlecht eine Kooperation mit dem CGN und den dort ansässigen Airlines zu haben.
Tourismus-Büros müssten folglich dann auch Urlaub ab CGN und Anreise mit dem Bus statt teuer mit dem Auto anbieten.

Nur eine Überlegung aus dem Bauch heraus.

alex330
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von alex330 » Montag, 19. August 2019, 21:05:34

Bislang ist Köln/Bonn gar nicht Slot-koordiniert. Für Landerechte gibt es eine Gebührenstruktur, und sicherlich gibt es Anreize für eine Stationierung von Jets. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass man das Gebührenmodell noch in Richtung „Airlines am Flughafen halten“ überarbeiten könnte.

Was die „kleinere Airline“ angeht: Welche meinst Du denn da? Und welche hat denn passende 100-Sitzer auf dem Hof stehen? Ich sehe weit und breit keine, schon gar keine, die nun in Köln ein Hubkonzept mit lauter Nischenstrecken aufzieht.

Die Zeichen stehen im Luftverkehr derzeit massiv auf Konsolidierung, und in aller Regel sind es die kleinen bis mittleren Airports, die das am meisten zu spüren bekommen. Kleinere Airlines gehen pleite oder schlüpfen unter das Dach von Größeren. In einem Klima, das wirtschaftlich in Richtung Rezession und politisch in Richtung weiterer Gebühren für die Nutzung insbesondere von Kurzstrecken geht, sehe ich keinen Raum für Airline-Neugründungen, die ein Konzept umsetzen würden, wie jenes, das Du Dir vorstellst. Man kann es m.E. auch vom Management nicht erwarten, in diese Richtung zu arbeiten.

Was wären ansatzweise realistische Szenarien für neue Airlines und Strecken? Aus meiner Sicht: Gute Verbindungen zu den großen Hubs, auch mit „Classic-Airlines“, Anreizen zum Halten von Verbindungen für Bestandskunden, und - mit geringer Erfolgsaussicht: Ausarbeiten einer Strategie, wie man mit Bestandskunden zu einer CGN-only Bedienung für einzelne Strecken kommen kann. EW fällt da mit der Mega-Präsenz in DUS schon fast ganz raus. Ryanair wäre ein Kandidat, hat aber gerade sogar den Wettbewerb unter den Tochtergesellschaften ausgerufen. Es würde mit FR also sehr teuer werden, und dem hat der CGN-Aufsichtsrat einen Riegel vorgeschoben. LH „kannste vergessen“.
Es bleibt Easyjet. Deren Präsenz ist in DUS noch nicht so groß. Allerdings wirft deren Engagement in Berlin gerade massive Verluste ab, die werden sich garantiert in keine Abenteuer ab Köln stürzen. Trotzdem ist EZY die Fluglinie, bei denen ich noch die größte Chance auf ein kleineres zusätzliches Engagement in Köln sehe. Auch bei Wizzair würde ich weiter Klinken putzen, denn die bekommen in DTM aufgrund der Bahnlänge Probleme mit der Umstellung auf A321.

rockwellcomander
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von rockwellcomander » Dienstag, 20. August 2019, 12:05:22

Noch ein paar kurze Anmerkungen zu den beiden letzten Posts:
Der Markt für die Bedienung von kleineren Märkten mit Gerät <100 Sitze ist faktisch nicht mehr existent und deshalb auch nicht erfolgversprechend!
Deutliche Ausweitung des EZY-Engagements sehe ich ebenfalls nicht, weil EZY grundsätzlich nur noch an den Plätzen größere Kapazitäten aufbaut, wo die Gesellschaft von ihrem Marktanteil her mindestens die Nr. 2 Position erreicht. Aus diesem Grund hat man sich u.a. auch aus HAM zurückgezogen!
Ich würde stattdessen den CGN zu einem inneneuropäischen LC-Hub ausbauen. Mit der Fertigstellung des luftseitigen Verbindungsganges sowie dem Einstieg auf der virtuellen Buchungsplattform "KIWI.COM" liegen die wesentlichen Voraussetzungen dafür vor. Es fehlt nur noch der bodenseitige Umsteigeprozess analog "Gatwick-Connect". Und last - but not least - müsste für eine erfolgreiche Vermarktung der Plattform eine Kooperation mit weiteren europäischen Airports wie z.B. BUD, MXP, BCN + LGW eingegangen werden, um über den Tag eine möglichst hohe Anzahl von attraktiven City Pairs anbieten zu können. Und schließlich müsste dieses Produkt von der Gruppe der Flughäfen dann auch noch aktiv und europaweit vermarktet werden!

stekar87
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von stekar87 » Dienstag, 20. August 2019, 19:27:43

Ich denke, dass der Flughafen so oder so nicht drum herum kommt, für neue Airlines Geld in die Hand zu nehmen.
Machen wir uns nichts vor: Auch in DUS laufen nicht alle Strecken "wie geschnitten Brot", ganz im Gegenteil.
Dort scheint man die potenziellen Partner jedoch mit attraktiven Paketen zu ködern, ähnliches ist in FRA zu beobachten, ansonsten hätte Ryanair da m.E. nicht gefühlt über Nacht so eine große Basis aus dem Boden gestampft.

Die Strategie der neuen GF, wieder wirtschaftlich auf solide Füße zu kommen und vor allem kommerziell und nicht nur auf der Landkarte (Flugziele "wünsch dir was") zu denken, ist absolut nachvollziehbar. Dieser Ansatz käme wohl sogar noch eher zum tragen, wenn der Airport privatwirtschaftlich geführt wäre.
Aber die ganzen Handlungsfelder abseits des Aviation-Bereiches hängen meiner Meinung nach am Ende des Tages doch unmittelbar mit der zivilen Luftfahrt zusammen:
Parkgebühren werden nur durch Paxe generiert, ebenso Mieten für attraktive Ladenlokale, die von den Anbietern nur bei entsprechend viel Laufkundschaft wirtschaftlich betrieben werden können. Airport City, neues Hotel und so weiter und so fort: All das kann nur gewinnbringend betrieben und in Angriff genommen werden, wenn entsprechende Flugverbindungen zur Verfügung stehen, die Menschen an den Flughafen bringen. Mit ein paar Besuchern, die sich sonntags für 3 Euro ins Parkhaus 2 stellen um ein paar große Frachtmaschinen aus der Nähe zu beobachten, ist das allein nicht zu realisieren.

Insofern müssen wirtschaftlich vertretbare Rahmenbedingungen mit den Airlines erarbeitet werden. Aber die gefühlte komplette Vernachlässigung des Aviation Segmentes kann dabei aus meiner Sicht nicht die Lösung sein, es muss investiert und nach Möglichkeit versucht werden, Airlines mit langfristigen Verträgen oder Absprachen an den Flughafen zu binden - auch wenn das aktuell aufgrund diverser Umstände wohl so schwierig wie schon lange nicht mehr ist (Stichwort B737MAX, wirtschaftliche Entwicklung bei EW, Konsolidierung im Markt).




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TerminalTower
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von TerminalTower » Mittwoch, 21. August 2019, 05:05:36

alex330 hat geschrieben:
Montag, 19. August 2019, 21:05:34

Was die „kleinere Airline“ angeht: Welche meinst Du denn da? Und welche hat denn passende 100-Sitzer auf dem Hof stehen? Ich sehe weit und breit keine, schon gar keine, die nun in Köln ein Hubkonzept mit lauter Nischenstrecken aufzieht.
Ich kenne die Strukturen und philosophien der einzelnen Airlines nicht und ich kann auch nicht sagen, ob irgend eine Airline überhaupt annähernd in Frage kommen könnte.
Trotz aller dem haben ein paar wenige Airlines dan nötige Fluggerät:

Adria Airways aus Slowenien
Avanti-Air aus Siegen
Carpatair aus Rumänien
CityJet aus Irland (hat sogar bereits Dresden für eine Weile angeflogen)
Jat Air aus Serbien Montenegro
Trade Air aus Kroatien
Estonia Air aus Estland
TAROM aus Rumänien
Montenegro Airlines
Loganair aus Schottland

Als Zubringer haben diese Airlines das nötige Fluggerät.
rockwellcomander hat geschrieben:
Dienstag, 20. August 2019, 12:05:22
Ich würde stattdessen den CGN zu einem inneneuropäischen LC-Hub ausbauen. Mit der Fertigstellung des luftseitigen Verbindungsganges sowie dem Einstieg auf der virtuellen Buchungsplattform "KIWI.COM" liegen die wesentlichen Voraussetzungen dafür vor. Es fehlt nur noch der bodenseitige Umsteigeprozess analog "Gatwick-Connect". Und last - but not least - müsste für eine erfolgreiche Vermarktung der Plattform eine Kooperation mit weiteren europäischen Airports wie z.B. BUD, MXP, BCN + LGW eingegangen werden, um über den Tag eine möglichst hohe Anzahl von attraktiven City Pairs anbieten zu können. Und schließlich müsste dieses Produkt von der Gruppe der Flughäfen dann auch noch aktiv und europaweit vermarktet werden!
Kooperationen bzw. einen Airportverbund einiger europäischer Airports finde ich eine interessante idee.
Ich könnte mir, dass einige Airports aus den unterschiedlichsten europäischen Ländern, um sich gegenüber anderen behaupren zu können, kooperieren könnten und sich dadurch Passagiere ins positive entwickeln.
Welche Airports es sein könnten kann ich natürlich nicht sagen, jedoch wäre ein Mix aus Urlaubszielen, Städtetourenziele und Businessziele wünschenswert.

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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von rockwellcomander » Montag, 11. November 2019, 18:52:12

Die Gesamtsituation 2019 und auch 2020 verschlechtert sich weiter. Zum einen wirft die Erhöhung der Luftverkehrssteuer ihre Schatten voraus. Und diese wird den CGN besonders hart auf den innerdeutschen Strecken, aber auch auf europäischen Relationen treffen. Die Erhöhung der Steuer wird nur schwer auf die Passagiere und Kunden umzuwälzen sein. Von daher geht sie direkt zu Lasten des Streckenergebnisses! Erschwerdend kommt hinzu, dass sich einige wichtige Kunden in einer Konsolidierungs-, bzw. Sanierungsphase befinden (z.B. EW oder OS). EW alleine wird die Gesamtflotte auf 120 A/C reduzieren! Dies könnte in der Kombination zu weiteren Frequenz-, bzw. Streckenstreichungen führen! Und die Flughäfen werden untereinander darum buhlen, möglichst wenige Flüge zu verlieren! Jetzt heißt es wirklich ganz nah an den Airlinekunden dranzubleiben!

stekar87
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von stekar87 » Montag, 11. November 2019, 20:53:36

rockwellcomander hat geschrieben:Die Gesamtsituation 2019 und auch 2020 verschlechtert sich weiter. Zum einen wirft die Erhöhung der Luftverkehrssteuer ihre Schatten voraus. Und diese wird den CGN besonders hart auf den innerdeutschen Strecken, aber auch auf europäischen Relationen treffen. Die Erhöhung der Steuer wird nur schwer auf die Passagiere und Kunden umzuwälzen sein. Von daher geht sie direkt zu Lasten des Streckenergebnisses! Erschwerdend kommt hinzu, dass sich einige wichtige Kunden in einer Konsolidierungs-, bzw. Sanierungsphase befinden (z.B. EW oder OS). EW alleine wird die Gesamtflotte auf 120 A/C reduzieren! Dies könnte in der Kombination zu weiteren Frequenz-, bzw. Streckenstreichungen führen! Und die Flughäfen werden untereinander darum buhlen, möglichst wenige Flüge zu verlieren! Jetzt heißt es wirklich ganz nah an den Airlinekunden dranzubleiben!
Die Entwicklung ist doch bereits in vollem Gange. Was EW gerade hier im Winter veranstaltet und was sich für den kommenden Sommer andeutet, ist wohl die größte Aufeinmal-Reduzierung, die die Airline hier jemals vorgenommen hat. Der innerdeutsche Sektor leidet darunter massiv, allein auf der Strecke nach Berlin ist EW jetzt schon wieder auf Vor-Airberlin-Niveau angelangt. Inwieweit das auch auf andere Abflughäfen (allen voran DUS) zutrifft kann ich nicht sagen, da wir diese Zahlen hier nicht überwachen. Aber was da gerade passiert ist für uns empfindlich.

Die Politik der Bundesregierung tut da sicherlich ihr Übriges. Diese übergriffigen staatspolitischen Eingriffe in die Wirtschaft kann ich, Klima hin oder her, absolut nicht nachvollziehen, und man wird noch erkennen welche Wettbewerbsnachteile Deutschland dadurch erlangt, mir schwant da absolut nichts gutes. Dennoch ist das sicherlich nicht der einzige Grund, wie schon richtig gesagt spielen auch schwächelnde „Player“ eine ganz entscheidende Rolle. In dem Zusammenhang bin ich schon froh, dass sich wenigstens Ryanair im Gegensatz zu anderen deutschen Standorten halbwegs stabil hält.


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Franskaviony
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von Franskaviony » Mittwoch, 18. Dezember 2019, 10:52:31

Also wenn ich heute bei airliners.de lese dann ist der CGN Vorreiter beim "Self-Hubbing"

Ein anderes Beispiel ist Köln/Bonn. Auch hier wurde die Infrastruktur an selbstorganisierte Umsteiger angepasst, die Airlines wie Eurowings/Germanwings, Easyjet, Tuifly und Wizz Air nutzen. Laut dem Fachportal aviationfacts.eu ist das Engagement des Flughafens ein voller Erfolg, auf den ein Großteil des Passagierwachstums am Rhein seit 2014 zurückzuführen sei.

https://www.airliners.de/self-hubbing-l ... rund/53098
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von TerminalTower » Mittwoch, 18. Dezember 2019, 19:27:02

Meiner eigene Meinung dazu...:

Ein weiteres schönes Argument um eine Basis am CGN schmackhaft zu machen bzw. ausbauen zu lassen.

Ich würde mir natürlich wünschen, wenn es über Hamburg, Berlin, München, bischen Dresden und bischen Leipzig hinaus auch weitere innerdeutsche und niederländische Ziele geben würde wir z.B. Amsterdam, Rostock, Nürnberg, Bremen, Stuttgart und Friedrichshafen.

Das Self-Hubbing CGN würde damit um ein vielfaches lukrativer sein für Passagiere und auch für Airlines.

Natürlich werden wir in den nächsten Jahren einen solchen Ausbau nicht sehen, abwägig sind diese Destinationen nicht. AMS, RLG, NUE und FDH hatten wir bereits über längere Zeit als CGN-Anbindungen.

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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von Franskaviony » Donnerstag, 19. Dezember 2019, 09:17:10

Ich denke da braucht man nicht drauf hoffen, KLM zieht sich aus der Fläche zurück,
steht in Nederland am Pranger weil sie Destinationen wir Bremen oder Brüssel anfliegen.
Nach Köln wird DUS eingestellt. Eine Bahnverbindung NRW-Schiphol ohne Umstieg unter
3 Stunden wäre natürlich jetzt schon von Vorteil.

Vielleicht erleben wir mit Elektro Flugzeugen irgendwann eine "Renaissance" der Luftfahrt
ohne Shame & Blame.
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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von rockwellcomander » Freitag, 20. Dezember 2019, 11:07:44

Am Flughafen Hannover gilt ab 1.1.2020 eine neue Nachtflugregelung. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre. Die neue Regelung weist im Vergleich zur alten deutliche Einschränkungen auf. Danach dürfen zukünftig in der Nachtzeit nur noch Kapitel-4-Maschinen operieren. Dies übertragen auf den CGN könnte bedeuten, dass Flugzeuge der Typenreihen B757 + B767, welche im großen Umfang seitens UPS im Einsatz sind, möglicherweise in der Nachtzeit nicht mehr zum Einsatz kommen dürften!

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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von RudiFHW » Freitag, 20. Dezember 2019, 14:12:48

Die Kölner Nachtflugregelung ist doch noch länger (bis 2030?) festgeschrieben, Von daher sehe ich zur Zeit keine gravierenden Veränderungen.

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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von rockwellcomander » Samstag, 21. Dezember 2019, 22:42:40

Das ist so leider nicht ganz richtig! Die Nachtflugregelung muss in der Regel viele Jahre im voraus verlängert werden, da hiervon meistens größere Investitionsentscheidungen der Expressfrachtunternehmen abhängig sind. Und für diese benötigen die Unternehmen eine langfristige Planungssicherheit, da z.B. ein neues Sortierzentrum nicht in 5 Jahren abgeschrieben werden kann. So wurde die letzte Verlängerung der Nachtflugregelung 7 Jahre im voraus verlängert!

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Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von TerminalTower » Sonntag, 05. Januar 2020, 17:30:49

Hallo Zusammen,

ich weiß nicht ob das hier hin gehört, jedoch geht es auch hier um Möglichkeiten Passagiere an den CGN zu binden...
Gibt es eigentlich eine CGN-Service-Cart oder VIP-Cart bzw. Vorzugskarte???
Eine solche Karte, deren Besitz es ermöglicht sein Fahrzeug günstiger zu parken auf einer speziellen Fläche (z.B. P3) mit Shuttle-Service zum Terminal, Nutzung der Longe und Nutzung von Getränk und Zeitung.

Ich kann mir vorstellen, dass Geschäftsleute und auch Privatpersonen, die im Besitz einer solchen Karte sind, dann eher öfter vom CGN aus fliegen wollen als von den Nachbarflughäfen.

Natürlich sollte vorher eine preisliche Einstufung stattfinden (bronze, silber, gold, platin).

Zumindest kenne ich eine solche Karte nicht am CGN.

EDIT MOD: Rechtschreibung und mehr korrigiert!

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Re: Perspektivendiskussion 2019

Beitrag von skyrider » Sonntag, 05. Januar 2020, 20:38:14

Deine Idee macht keinen Sinn. Loungezugang haben Vielflieger entweder über den Status in einem Meilenprogramm oder einen gekauften Priority Pass und beide Varianten sind sowieso an sämtlichen Flughäfen einsetzbar.
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